Hauſes geſchlummert hatte, zwar zuerſt ein dumpfes Knurren hören ließ, aber, durch Marien's leiſen Zuruf beſänftigt, ſich erhob und dem ſchnell über den Platz vor dem Hauſe eilenden Mädchen in kurzem Trabe folgte. Ohne Zagen betrat letztere den finſtern Wald und hatte in wenigen Augenblicken eine kleine Lichtung deſſelben erreicht, in deren Mitte eine ein⸗ zelne Eiche, mit weit ausgebreitetem Laubdache ſtand. In ihrem Schatten wartete ein Mann, der dem kommenden Mädchen ſchnell einige Schritte entgegen ging und an deſſen Bruſt ſie ſich ohne Bedenken, von ſeinen ſie zärtlich um⸗ fangenden Armen gehalten, warf.—
Faſt eine gute Stunde ſpäter kehrte Marie, wie ſie gegangen war, in Begleitung des gelben Wolfshundes zu⸗ rück und ſchloß die Thüre des Hauſes ebenſo vorſichtig, als vorher, hinter ſich. Ihr Geſicht war noch blaß, die Augen noch verweint, aber ihre innere Unruhe ſchien nach⸗ gelaſſen zu haben, denn, in ihrem Zimmer angekommen, entkleidete ſie ſich ohne Verzug und begab ſich zur Ruhe, die ſie bald im ſüßen Schlummer fand. Niemand im Hauſe hatte eine Ahnung von ihrer Entfernung gehabt.—


