Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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ihn einmal nicht leiden magſt, rieth Wilm mit flüſtern⸗ der Stimme und trat unter die Hausthür.Ich will Dir erzählen, Marie, was der Vater ſoeben mit mir ge⸗ ſprochen hat, und Du wirſt mir Recht geben, daß bei ſei⸗ ner gereizten Stimmung ein bischen ſcheinbares Nachgeben gut iſt.

Und der junge Mann erzählte dem ängſtlich horchen⸗ den Mädchen leiſe, welche Worte der alte Theißen geäußert hatte, ohne ſich eine Erklärung durch ſeine eigenen Ver⸗ muthungen zu erlauben. Marien's Auge wurde immer trüber, und als er geendet hatte, ſagte ſie mit einem unter⸗ drückten Seufzer:

Dann werde ich hier bleiben müſſen, denn ſage ich ein Wort, ſo würde ſich die Mutter meiner annehmen und es zu harten Worten zwiſchen ihr und dem Vater kommen. Aber Wilm, Du könnteſt mir wohl einen gro⸗ ßen Dienſt erweiſen, und ſie blickte ihn dabei ſo innig bittend mit ihren ſchönen Augen an, daß der Jüngling ihren Wunſch unmöglich hätte abſchlagen können,und Du erwirbſt Dir auch einen Gotteslohn damit, wenn Du nach Breitenſee zu der alten Frau allein gingeſt und ihr hin⸗ brächteſt, was ich ihr verſprach.

Gern, Marie, erwiederte Wilm bereitwillig; ich wollte, ich könnte noch zehn Mal ſo weit für Dich

gehen, wenn Du mich ſo freundlich anblickſt. Außerdem,