Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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dreiſt ihnen auf die Naſe ſetzte.

dieſer zum fachkundigen Forſtmanne und geſchickten J

fen und hatte ſein Handwerk mit der leidenſch

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wegen einmal aus dem gräflichen Schloſſe hierher gewandert waren, eine Anzahl von Büchſen, Flinten und anderes Jagd⸗ geräth und endlich die freundlichen Blumen, die in ſorgfältig mit weißem Papier umklebten Töpfen die Fenſterbretter zierten und lebendige Jalouſien bildeten.

Das war das Wohnhaus Moritz Theißen's, des Re⸗ vierförſter, der jetzt verdrießlich in der Laube vor der Thür ſaß und ſich nachdenklich die kurze hölzerne Jagdpfeife aus dem geſtickten Tabacksbeutel ſtopfte, einem werthgehaltenen Geſchenke ſeiner braven alten Martha. Zu ſeinen Füßen lagen fünf oder ſechs Hunde verſchiedener Race, vom zot⸗ tigen gelben Wolfshunde an, bis zum glatten kurzbeinigen Dachs herab; im Vollgenuß der ihnen gegönnten Ruhe, träumten ſie ſchlafend oder wachend und unterbrachen ſich in dieſer füßen Beſchäftigung nur hin und wieder durch ein ärgerliches Kopfſchütteln oder Schnappen nach den umher⸗ ſchwärmenden Fliegen, wenn ſich eine derſelben gar zu

Moritz Theißen war ein ſtrengredlicher, aber auch ein jähzorniger und harter Mann. Sein Vater hatte ſchon daſſelbe Revier der gräflichen Forſten verwaltet, de der Sohn jetzt inne hatte, und unter ſeiner Leitun

der ſeines Gleichen in der Umgegend ſuchte, heran