Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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und einzelne dünne Zweige ſchwankten im leichten Luftzuge vor den geöffneten Fenſtern, hinter deren ſchneeweißen Gar⸗ dinen man in das Innere des netten, einfach ausgeſtatte⸗ ten Zimmers blicken konnte. Das Hirſchgeweih über der Hausthür, ein Paar an der Giebelſeite des Hauſes hoch an der Wand feſtgenagelte Raubvögel mit geſpreizten Flügeln waren die charakteriſtiſchen Merkzeichen der Förſterwohnung. Hinter dem Hauſe ſtieß an den kleinen Hof mit einem Wirthſchaftsgebäude und den leichten Bretterbuden für die Hunde ein nicht ſehr umfangreicher Obſt- und Gemüſegar⸗

ten, der das für den Hausbedarf Nöthigſte lieferte, und eine

kleine Ecke deſſelben hatte der Schönheitsſinn dem Nutzen ab⸗ gedrungen, denn hier blühten liebliche, farbige und duftende Blumen. Wenn man durch die Hausthür auf den mit feinem weißem Sand beſtreuten und mit dunkelgrünen kleinen Fich⸗ tenzweigen in kunſtreichen Figuren ausgelegten Flur trat,

hatte man den Eingang zu der ſaubern Küche mit den

blankgeſcheuerten kupfernen Keſſeln, den weißen Tellern

und Taſſen und anderem nöthigen Hausgeräth gerade vor ſich, während zur rechten und linken Seite zwei Thüren in die Wohn⸗ und Schlafzimmer führten, beſchränkte Räume, äußerſt ſorgſame Haltung, ungeachtet der beſcheide⸗

ck waren ein Paar alte in Oel gemalte Bilder, Jagd⸗

1 infachheit, wohlthuend in die Augen fiel; der einzige

e vorſtellend, die ihres ſchon unſcheinbaren Anſehens 8