Erſtes Capitel.
„Glaube mir, Mutter, es iſt richtig mit dem Mädel, ſage ich und bleibe dabei; der Wilm ſteckt ihr im Kopfe, und wenn wir die Augen nicht weiter aufmachen, als bis⸗ her, erleben wir noch ein Unglück.“
So meinte der alte Revierförſter Theißen zu ſeiner Frau und ſchüttelte bedenklich den Kopf.
„Das muß ich beſſer wiſſen, Vater,“ ſuchte ihn die ehrwürdige, ſanftblickende Matrone an ſeiner Seite zu be⸗
ſchwichtigen,—„denn ich habe die Marie faſt den ganzen Tag unter den Augen, wenn Du draußen im Revier biſt;
mir erſchließt ſie ihr ganzes Herz, und ich ſage Dir, nicht
ſo viel macht ſie ſich aus dem Wilml“— und dabei
ſchnippte Mutter Martha verächtlich mit den Fingern „Willſt Du mir einreden, daß ich blind bin, fuhr der Alte polternd heraus.„Warum ſieht d Midchen wie blaſſer Mondenſchein aus und fl
58. XVIII. In Wald und Schloß. 1.


