Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
Entstehung
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Wohnung nehmen. Das war es, was ſie ſelbſt und Victor gewünſcht und für nothwendig befunden hatten, deshalb wurde die Einladung auch angenommen und der Umzug noch im Laufe des Tages bewerkſtelligt.

Eva trat nun allerdings nicht allzu gern in näheren und vertraulicheren Verkehr mit dieſen Leuten, die ihr bis dahin ſo wenig freundſchaftliche Rückſichten erwieſen hatten; aber einmal ließ ſich vorausſetzen und geſchah auch ſo, daß man ihr nun die achtungsvollſte Aufmerk⸗ ſamkeit erzeigte, anderentheils ſollte dieſer Zwang nur kurze Zeit dauern, denn Victor betrieb die Vorbereitungen zu ihrer Vermählung mit allem Eifer und Eile.

Das Aufgebot erfolgte ſchon am nächſten Sonntage ein für alle Male, und Niemand konnte dagegen Ein⸗ ſpruch erheben, die beiden Verlobten waren ja ganz un⸗ abhängig. Sie ſahen ſich nun täglich und konnten un⸗ geſtört über die Pläne für ihre nächſte Zukunft verhandeln, darin ſtimmten ſie auch vollkommen überein, denn Eva überließ gern Alles dem Ermeſſen und der Entſcheidung des geliebten Mannes.

Man wiird ſich nicht darüber wundern können, daß Graf Horneck ſich gerade jetzt ſo weit wie möglich von ſeiner Heimath fortſehnte, er wollte mehr noch Eva wie