14
ten ſie auch auseſſen!“ fuhr der Erbprinz in dem vorigen rüden Tone fort.
Herr von Plöhn trat unwillkürlich einen Schritt zu⸗ rück, und aus ſeinen Mienen ließ ſich ſchließen, daß es nun zu einer ähnlichen unerquicklichen Scene für den Prinzen kommen könne, wie die ſoeben ſtattgefundene. Aber der Erbprinz beſann ſich dieſes Mal ſchnell eines Beſſeren; ein freundlicheres und vertrauliches Weſen annehmend, ſchnitt er die Antwort ſchnell ab.
„Plöhn, der junge Menſch hat mich beleidigt; Sie be⸗ greifen, daß ich mich nicht mit ihm ſchlagen kann, aber Sie würden mir einen großen Dienſt erweiſen, wenn Sie dieſe Bagatelle für mich übernehmen wollten.“
Konnte der Rittmeiſter dieſe ſonderbare Zumuthung wohl ablehnen?— Damit würde er ſeine ganze fernere Carrière verſcherzt haben, und gerade jetzt bot ſich ihm die ſchon lang erſehnte Gelegenheit, ſich einen beſonderen Anſpruch auf die Dankbarkeit und Gunſt des Erbprinzen und dereinſt regierenden Herrn zu erwerben; eine ablehnende Antwort würde ihm ſogar den Verdacht der Feigheit zu⸗ gezogen haben, und vor einem Duelle fürchtete er ſich ge⸗ rade nicht.


