Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
Entstehung
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2 Unterhaltung wegen mußte ſie ſchon ein Kavalier begleiten. 5

Keine Frage, daß dieſe Spazierritte en deux die Bedienten, die ſich in reſpektvoller Entfernung halten mußten, waren doch kaum zu rechnen, den Beiden die Gelegen⸗ heit zu der vertraulichſten Unterhaltung gaben, noch nie⸗ mals war dieſelbe aber über die Grenze, die ihre ſo ſehr verſchiedenen äußeren Verhältniſſe zogen, hinausgegangen. Auch der Erbherzog kannte die Paſſion ſeiner Gemahlin und wußte nicht einmal Etwas dagegen einzuwenden, daß der Lieutenant Graf Horneck daran theilnahm; Eiferſucht war ihm wahrlich noch nicht in den Sinn gekommen, ob⸗ gleich er gegen ſeine Vertrauten ſchon zuweilen ſpöttiſch geäußert hatte, er begreife nicht, welchen Geſchmack ſeine Gemahlin an dem intimeren Verkehre mit dem jungen Fante finden möge.

Es war ein ſchwüler Sommernachmittag, und die Geſammtheit der fürſtlichen Geſellſchaft zog es vor, den⸗ ſelben nach der ſplendiden Mittagstafel, die hier ſchon früh ſtattfand, zu verſchlafen, um für die gewöhnliche abendliche Zuſammenkunft wieder ganz au fait zu ſein, nur die Erb⸗ herzogin blieb ihrer Gewohnheit treu, einen Ritt in der nächſten Umgebung des Schlößchens zu machen, und hatte