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Endlich kam Horace, blaß, verzweifelnd und nur noch von dem einen Wunſche beſeelt, die ihm ſo Theuren zu retten; er war verwundet und trug den linken Arm in einer eilig
und ſchlecht hergeſtellten Schlinge. Es war die höchſte Zeit,
Quiberon zu verlaſſen; er litt nicht, daß man ſich um ſeine Wunde bekümmere, er drängte die drei Frauen nur, ihm ſogleich zum Strande zu folgen. Wie er angab, waren auf das Signal Puiſayes die brittiſchen Schiffe näher ge⸗ kommen, um die Emigranten aufzunehmen, dies konnte aber nur vermittelſt der Böte geſchehen, da die See zu hoch ging, um die größere Annäherung an die durch Klippen unſicher gemachte Küſte zu erlauben. Mit dem Strome der Fliehenden, in dem ſie die größte Mühe hatten, bei einander zu bleiben, eilten die Frauen unter Horaces Schutz aus dem Orte und dem Landungsplatze zu.
Die erſte Morgendämmerung ließ ein furchtbares Getümmel auf demſelben erkennen und noch entſetzlicher erſcheinen als vorher, wo es der Schleier der Nacht be⸗ deckte. Alle die verſchiedenartigen Geſtalten, die wir auf den Schiffen der Engländer ſchon vor der Landung bemerkt haben, jetzt noch durch die große Mehrzahl der halb zer⸗ lumpten, theilweiſe in engliſche Uniformen geſteckten Chouans verſtärkt, ganz entmuthigte Feiglinge, mit Wun⸗ den bedeckte Soldaten, Prieſter und Weiber drängten ſich den Booten zu, die allein noch Rettung vor der wilden


