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die Seinigen ſtanden noch, was indeſſen den meiſten Roya⸗ liſten gar nicht bekannt war. Die Dunkelheit vermehrte noch die entſetzliche Verwirrung, in der Alle der Küſte zu⸗ ſtrömten.
Vergebens hatte Madeleine, als die entſetzliche Nach⸗ richt, Alles wende ſich zur Flucht auf die Schiffe, ſich ver⸗ breitete, die Vicomteſſe und Francaiſe mit der Bitte beſtürmt, Eugens Rath zu folgen; Francaiſe erklärte zuerſt, ſie wolle ſich dem Vicomte gar nicht anvertrauen und warten, bis Horace käme, ſie und ihre Mutter in Sicherheit zu bringen, und letztere ſtimmte ihr hierin ſchon aus dem Grunde bei, weil die Tochter es ſo wollte; ſpöttiſch hatte Françaiſe Madeleinen ſogar aufgefordert, allein der Weiſung Eugens zu gehorchen, aber dieſem Anſinnen hatte das junge Mäd⸗ chen ſich nicht fügen zu dürfen geglaubt; in dieſer Noth mochte ſie die Vicomteſſe am allerwenigſten verlaſſen.
Immer wilder und tobender ſtrömten die Flüchtigen durch die engen Gaſſen des Fleckens, die kaum noch zu paſſiren waren, immer näher tönten die Gewehrſalven Sombreuils und der Republikaner, und weder Eugen noch Horace erſchienen; war es auch nicht möglich, daß ſie in dem blutigen Gemetzel ſchon den Tod gefunden hatten? Madeleine ſelbſt fühlte, wenn ſie daran dachte, den Muth und die Luſt, einen Verſuch zur eigenen Rettung zu unter⸗ nehmen, ſinken.


