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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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ſei es nicht allein, die eine ſo mächtige Aufregung in dem Fräulein hervorgerufen habe. Françaiſe war nie einer tiefen, ganz hingebenden Neigung zu dem Vicomte fähig geweſen, ſie war ſich deſſen ſogar klar bewußt geworden, ſobald der Graf Hervilly ſeine Abſicht, ſich um ihre Gunſt zu bewerben, ſo deutlich wie vor Kurzem ausgeſprochen hatte, und ſicherlich hätte ſie keinen Anſtand genommen,

ſich unter anderen Verhältniſſen ſelbſt von ihrem Bräutigam

zu ſcheiden, aber jetzt erging es ihr wie vorher dem letzteren, nur daß die Einſicht der eigenen Schuld ſie weniger ver⸗ ſöhnlich ſtimmte als dieſen,— ihr Stolz war tief dadurch gekränkt, daß Eugen ihr eine Andere vorzog und daß die Löſung ihres bräutlichen Verhältniſſes von ihm ausgehen ſollte.

Indeſſen täuſchte der Vicomte ſich nicht über die Be⸗ denklichkeiten, die Madeleinens einſtweilige Wiederauf⸗ nahme in die Familie Saint⸗Réal nach ſich führen mußte, zumal er jetzt feſter als je entſchloſſen war, den Bruch mit Francaiſe ſchnell herbeizuführen, was er ſeiner eigenen Ehre ſchuldig war, er war erſchrocken, als er bei ſeiner Ankunft in Quiberon vernahm, die Vicomteſſe von Saint⸗ Räal und ihre Tochter befänden ſich an dieſem Orte, er glaubte auch bei Madeleinen den Ausdruck einer nicht ganz freudigen Ueberraſchung darüber bemerkt zu haben, aber unter den obwaltenden Umſtänden blieb nichts Anderes