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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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zunehmen, dieſer und küßte ihre Hand mit mehr Förm⸗ lichkeit als freundſchaftlicher Vertraulichkeit.

„Die Freude über Ihre glückliche Wiederkehr findet

keine Worte, Eugen,“ begann die junge Vicomteſſe zuerſt mit ſo leiſer und bebender Stimme, daß man ſie kaum verſtehen konnte.„Sie haben mich zu plötzlich überraſcht; — glauben Sie nicht, daß meine Gefühle für Sie erkaltet ſeien, wenn Sie die ſtürmiſchen Ausbrüche meiner innern Glückſeligkeit vermiſſen.“ Ddieei in dieſen Worten liegende Entſchuldigung, der Ton, mit dem ſie geſprochen wurde, und das fieberhafte Zittern von Françaiſens Hand erregten erſt des Vicomtes Aufmerkſamkeit; fragend blickte er zu dem Mädchen auf und, betroffen von ihrer unnatürlichen Aufregung, warf er ſeinen Blick ſchnell auf den Grafen, der in einiger Ver⸗ legenheit darüber zu ſein ſchien, daß er ein unwillkommener Zeuge dieſes Wiederſehens geworden war. Schnell ſuchte Eugen ſich das Benehmen ſeiner Braut dadurch zu erklären, daß ſie Beide in einem Augenblick, in dem das Gefühl ſo ſehr angeregt ſein mußte, beobachtet wurden.

„Ich bin weit davon entfernt, Sie zu verkennen, Francaiſe,“ ſagte er daher;—„ich begreife Ihre Ueber⸗ raſchung, da vor Kurzem erſt auch mir eine noch größere zu Theil geworden iſt, als ich vernahm, Sie ſeien mit Ihrer Mutter an dieſem Orte.“