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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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„Dann darf der Beglückte Sie auch um die Farben bitten, mit denen Sie Ihren Ritter zu ſchmücken ver⸗ ſprachen,“ ſagte der Graf freudig, und ehe Francaiſe, die auf dieſe beinahe ernſte Scene nicht vorbereitet war, ob⸗ gleich ſie darüber innerlich triumphirte, es hindern konnte, erhob er ſich ſchnell von ſeinem Sitze und knieete mit einem Blicke, der ihr das Blut in die Wangen trieb, vor ſie nieder.

Einige verwirrte Worte ſtammelnd, löſte das Fräu⸗ lein mit geheimen Entzücken eine der hellblauen Band⸗ ſchleifen, die ihr Corſet garnirten, und befeſtigte ſie an den Hut, den der Graf in der Hand trug. Mit einem feurigen, dankenden Blicke hatte dieſer ihre Hand ergriffen und küßte ſie leidenſchaftlich.

„Dieſe Farben werden mich zum Siege führen,“ ſagte er, anſcheinend ſehr ernſt bewegt;—„daß ein Her⸗ villy ſich unter allen Umſtänden ihrer werth erweiſen wird, daran kann Niemand zweifeln. Wenn ich ſie aber ſiegreich nach Paris getragen und die Dame, die ſich meinem Schutze anbefohlen hat, in die alte Königsſtadt eingeführt haben werde, dann darf ich noch einmal vor ſie treten und kühn den Ritterdank erbitten, wie es die alte ehrwürdige Sitte erheiſcht.“

Die Unterhaltung war aus dem Scherz in den Ernſt hinübergeſpielt, wie die beiden Betheiligten es wohl ge⸗