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ungemein, ich hatte Mathieu Bonnet ſolcher niedrigen Ge⸗ ſinnungen nicht für fähig gehalten, und unſere Freunde in England, denen er von früherer Zeit her bekannt war, hatten mir gerathen, mich ihm unbedenklich anzuvertrauen. Indeſſen muß gehandelt und ſchnell gehandelt werden. Hören Sie, Madeleine, welches kühne Spiel ich beabſich⸗ tige, aber erinnern Sie ſich, daß jedes unbedachte Wort darüber Horace und mich ſelbſt unrettbar dem Tode über⸗ liefert.“
„Bedarf es dieſer Warnung bei mir, Eugen?“ fragte Madeleine unwillig.
„Verzeihen Sie mir, Madeleine, ich zweifelte nicht an Ihrer Ergebenheit für unſere Sache, und mein offenes Vertrauen hat Ihnen dies ſchon bewieſen; ich betrachte ſie als Schweſter, die über das Leben zweier geliebten Brüder wacht. Ich ſagte Ihnen ſchon, daß Horace in der äußerſten Gefahr ſchwebt, nachdem er als Adjutant Déſoteurs vor etwa ſechs Wochen hier in Rennes durch den General Hoche verhaftet wurde. Ein hier lebender geheimer An⸗ hänger unſerer gerechten Sache ſetzte ſeine Familie und Freunde in London ſogleich davon in Kenntniß, und in einem ſchnell abgehaltenen Rathe bot ich mich als Werk⸗ zeug ſeiner Rettung an und wurde dazu erwählt; die An⸗ ſchaffung meiner Päſſe aus Paris hielt mich ſo lange auf, daß ich erſt heute Abend hier eintreffen konnte; Gott ſei


