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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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dringend,—„und regen Sie Ihr Gefühl nicht zu tief auf. Sein Sie überzeugt, daß, ſo lange ein Funken von Leben in mir iſt, meine ganze Thätigkeit dem Freunde gewidmet ſein wird, mit dem ich zu ſterben gelobt habe, wenn ich ihn nicht retten kann. Haben Sie jemals gehört, daß Eugen Salvandy ein Verſprechen oder ein heiliges Gelübde gebrochen hat?— Ueberdies, Madeleine, drängt die Zeit, und ich habe noch viel mit Ihnen zu beſprechen, ehe Ihr Onkel auf Ihre lange Abweſenheit aufmerkſam wird und Sie rufen könnte. Ich kam nicht ohne Abſicht in dieſes Haus,— ich rechnete auch auf Ihre Liebe zu der Familie Saint⸗Réal und Ihren Muth.“

Bei den letzten Worten des Jünglings erſt hob Ma⸗ deleine das Haupt wieder in die Höhe und blickte ihn durch Thränen geſpannt an.

„Was kann ich thun, Herr Vicomte, Horace und Sie zu retten?— Verfügen Sie ohne Bedenken über meine ſchwachen Kräfte, denn den Saint⸗Réal's zu dienen, wird kein Opfer für mich ſein.“

„Ich wußte es, Madeleine, ſo wie ich auf die Ent⸗ ſchloſſenheit rechnete, die Sie ſchon als Kind charakteriſirte und Ihnen unter uns den Namen Jeanne d'Arc erworben hatte,“ verſetzte Eugen, ſie mit dem Ausdrucke des lebhaf⸗ teſten Intereſſes anblickend.„Sagen Sie mir vor Allem:

dürfen wir auf Ihren Onkel Mathieu zählen, der der