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der Kapitän;„bei den getroffenen Vorſichtsmaßregeln bleibt das unbegreiflich. So viel ich weiß, befindet ſich hier in Rennes nur noch einer der Ariſtokraten in Ver⸗ wahrſam, über den wir in dieſer Nacht noch das Kriegs⸗ recht abhalten werden; ohne Zweifel wird er vierund⸗ zwanzig Stunden darauf erſchoſſen. Es iſt ein gewiſſer Vicomte Saint⸗Réal, wenn ich nicht irre, der Adjutant des hier verhafteten ſogenannten Generalmajors Déſotenx Cormatin war.“
„Ha,“ brummte der Commiſſär;—„alſo Sie mei⸗ nen, daß die Exekution nicht ſpäter als übermorgen früh ſtattfinden wird?“
„Nicht früher und nicht ſpäter,— ich weiß es ſicher, denn die Befehle dazu ſind ſchon ausgegeben.“
„Noch bevor der Spruch gefällt iſt?“ fragte Dela⸗ vigne erſtaunt.
„Er kann nur auf Tod durch die Kugel ausfallen,“ erwiederte der Kapitän achſelzuckend.
„Mögen alle Feinde des Vaterlandes, Alle, die den Boden unſeres ſchönen Frankreichs ungerechterweiſe mit Blut beflecken, ſo ſterben!“ ſagte Delavigne mit blitzenden Augen, den Becher erhebend.
Der Kapitän blickte einen Augenblick, über ſeine plötzliche Lebhaftigkeit betroffen, auf ihn, dann ergriff auch er die Weinkanne und leerte ſie auf inen Zug.


