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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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weiteren feindſeligen Bemerkung oder das Benehmen des Commiſſärs hatte ihm imponirt; er leerte ſeine Weinkanne, verlangte eine andere und ſetzte dann ſein Geſpräch mit Mathieu Bonnet allein fort.

„Wo iſt heute Ihre Madeleine, Meiſter Bonnet?“ fragte er angelegentlich.

„Ich weiß nicht, wo das Mädchen ſteckt; ich vermiſſe ſie ſchon ſeit einer ganzen Weile—,“ und der dicke Wirth beugte ſich zu dem Ohre des Kapitäns nieder und flüſterte ängſtlich:„Nehmen Sie ſich vor Dem in Acht, es iſt ein Mann von bedeutender Stellung.“

Gusnard blickte ihn ſpöttiſch fragend an.

„ Ich kann es Sie auf das Beſtimmteſte verſichern,— ich habe ſeinen Paß geleſen, weil ich ſelbſt ihm einen Au⸗ genblick mißtraute, und dieſer iſt von Vadier eigenhändig unterzeichnet.“

Der Offizier äußerte ſeine Ueberraſchung in einem unverſtändlichen Laute und dadurch, daß er Mathieu ſehr geſpannt anblickte.

„Ein geheimer Commiſſär des Convents,— aber verrathen Sie mich um Gotteswillen nicht,“ flüſterte Bon⸗ net mit einem furchtſamen Seitenblicke auf den andern Gaſt.

Der Kapitän rückte unruhig auf ſeinem Sitze hin und her; er konnte in des Wirthes ſo beſtimmte Ausſage keinen Zweifel ſetzen und bereute ſein vorheriges Verhalten.