aus, daß ſeine Miene beinahe unhöflich erſchien. Sich flüchtig gegen Delavigne verbeugend, ließ er ſich in einiger Entfernung von dieſem an der langen Tafel nieder, ohne den Hut abzunehmen, beſtellte ſich Wein und muſterte dann ſehr rückſichtslos die Perſon des Convents⸗Commiſſärs. Mathieu Bonnet erinnerte ſich gerade zu rechter Zeit nach der ihm eben erſt gegebenen Weiſung des letzteren, ſonſt würde er ſicherlich eine Bekanntſchaft zwiſchen den beiden jungen Männern, deren gegenſeitige Blicke ihn zu beun⸗ ruhigen anfingen, einzuleiten verſucht haben; er wandte ſich jetzt ausſchließlich an den zuletzt Gekommenen und ſprach ſein Bedauern darüber aus, daß er den Kapitän Guénard, der ihn ſonſt am fleißigſten von allen ſeinen Gäſten beſucht, ſeit einigen Tagen in ſeinem Hauſe vermißt habe.
„Wir hatten in den letzten Tagen viel zu thun, Meiſter
Bonnet,“ erwiederte der Kapitän mit einer gewiſſen Wich⸗
tigkeit;—„Sie wiſſen, es gab eine Menge Kriegsgerichte
über dieſe nichtswürdigen Chouans abzuhalten, und geſtern
ſind drei von ihnen erſchoſſen worden. Ich habe dem Dienſte nur eine Stunde abgeſtohlen, denn heute Nacht noch haben wir ein paar Sprüche zu thun, die übermorgen in aller Frühe vollſtreckt werden ſollen.“
Der dicke Wirth konnte ſich eines leiſen Schauers nicht wehren, und eine Bemerkung, die wahrſcheinlich ganz gegen ſein eigentliches Gefühl eine Billigung des eben ge⸗
„.


