—
16
der Convent!— Nimm die Fahne nur auf und vergiß nicht den Burgunder.“
„Sie ſind böſer Laune,“ ſagte das Mädchen, als ſie die gefüllte Kanne vor ihren Onkel hinſtellte, und ein ängſtlicher Blick auf denſelben verrieth, daß ſie fürchtete, es ſei etwas beſonders Unangenehmes paſſirt.
„Sollte ich es nicht?“ fuhr der Alte heftig auf;— „geht es nicht täglich mit meiner Wirthſchaft zurück, und werden wir nicht nächſtens am Bettelſtabe ſein, da ſich kaum noch ein Gaſt bei uns ſehen läßt?“ 1
„Iſt das Ihr ganzer Verdruß, lieber Onkel?“ fragte Madaleine, deren Züge ſich wieder aufheiterten.„Wir ſind ja nicht ſo arm, daß wir die böſe Zeit nicht noch ein paar Jahr hindurch aushalten könnten, und die eiſerne Truhe in Ihrem Schlafzimmer—“ „Still, Mädchen!“ unterbrach ſie Mathieu heftig, aber mehr ängſtlich als erzürnt, und ſeine kleinen Augen ſpähten blitzſchnell in dem Zimmer umher, als wolle er ſich nochmals vergewiſſern, daß kein Zeuge dieſer Unter⸗ haltung zugegen ſei.„Hüte Deine Zunge und denke daran, daß ich es Dir ein für alle Mal verboten habe, über Dinge zu plaudern, die in dieſer ſchweren Zeit uns gefährlich werden können.“)
Ueber Madeleine's Züge ging ein kaum merkliches Lächeln, das wohl der übertriebenen Aengſtlichkeit ihres


