vermöge des Erbfolgerechtes ſeinem Großvater ſuccedirt habe.
1 Die Thüre des Empfangszimmers wurde nun aufge⸗ riſſen und der Name:„Herr Annesley“ laut angekündigt; es war an ein Zurücktreten nicht mehr zu denken. Nach dem ungewöhnlichen Lichtglanze ſchien es Baſil, daß die Zimmer für ein Diner in Bereitſchaft geſetzt worden ſeien und daß er bei der Dienerſchaft für einen der Gäſte elte.
4 Er hatte auch recht; denn als er die Schwelle über⸗ ſchritt, ſah er ein halbes Duzend ernſter Gentlemen um den Kamin verſammelt; einige ſaßen in Armſeſſeln, einige ſtanden auf dem Teppiche vor dem Kamine, mit einander plaudernd. Er würde eine Welt darum gegeben haben, hätte er zurücktreten können. Noch nie hatte er ſich ſo ſehr als einen Zudringlichen betrachtet. Alle Geſichter waren gegen ihn gewendet; nicht eines derſelben hatte er je in ſeinem Leben geſehen.
Die Bedienten hatten ſich zurückgezogen und die Thüre hinter ſich zugemacht. Baſil blickte mit unbe⸗ ſchreiblicher Bangigkeit umher und ſuchte aus der Haltung der anweſenden Perſonen den zu erkennen, welcher der Herr des Hauſes war, dem er ſeine Entſchuldigung zu machen hatte. Eine tödtliche Stille war der Ankundi⸗ gung ſeines Namens gefolgt, und alle ſchienen über ſein Anſchließen an die Geſellſchaft gleich erſtaunt.
Endlich wurde dieſer Theil des Geheimniſſes aufge⸗ klärt. Ein feierlich ausſehender alter Gentleman mit einer hohen, ſchmalen Stirne, mit kurzen Nankingbeinkleidern und fleckigten weißen Strümpfen, nach ſeiner äußern Er⸗ ſcheinung um viele Stufen tiefer ſtehend als der Haus⸗ meiſter, ſchritt würdevoll auf ihn zu, um dem jungen verlegenen Manne anzukündigen, daß Herr Oſaley in ei⸗ nem Augenblicke erſcheinen würde, indem er nur noch ei⸗ nige dringende Briefe zu beantworten habe, die er bei ſeiner Zurückkunft aus der City vorgefunden.


