einigen weitern Augenblicken bemerkte Annesley zu ſeinem 9 9 3
Herz begann heftig zu ſchlagen, als er ſich an die An⸗
Annesley, als er das Gehäuſe öffnete, daß es eine pracht⸗
Der alte Mann antwortete nicht eine Silbe, ob⸗ wohl ſeine Hände ſo ſehr zitterten, daß es offenbar war, es werde viele Schwierigkeiten ſetzen, bis er ſein Vorhaben ausführe. Es war ein Knoten an der dünnen Schnur, mit welcher das Packet umwickelt war.
„Beſſer iſt es, ſie entzwei zu ſchnekden!“ ſagte An⸗ nesley, nachdem einige Minuten unter fruchtloſen Verſuchen hingegangen waren, und er reichte ihm ein aus ſeinem Ta⸗ ſchenbuche genommenes Federmeſſer dar.
„Verwüſten ſie es nicht, es iſt nicht nöthig!“ mur⸗ melte der alte Mann mit ſchwacher Stimme, und nach
größten Erſtaunen, daß Abednego's Gefühle ſo ſehr bei ſeinem Vorhaben betheiligt waren, daß Thränen auf das kleine Packet herabfielen.
„Abermals aufgeregt!“ dachte Baſil,„dies muß in der That eine Schwäche der Krankheit ſein. Zweimal in einem Tage gibt dieſer eiſerne Mann Kennzeichen von Ge⸗ fühl von ſich. Wer würde mir glauben, wenn ich verſichern würde, daß ich Thränen aus dieſen ſteinernen Augen des A. O. habe fallen ſehen!
Das Packet war nun geöffnet, aber Abednego's Hände hatten nicht aufgehört zu zittern, ſeine Thranen fielen noch herab.
Es enthielt blos ein Miniatur⸗Gehäuſe und Baſil's
ſpielung ſeines Wirthes erinnerte, die mit einem ſolchen Gegenſtande und dem Herzoge von San Catalda zuſam⸗ menhing. 3 „Nehmen Sie dieſes von mir!“ ſagte der alte Mann, indem er es in ſeine Hand legte. Und zu ſeinem unbeſchreiblichen Erſtaunen fand Baſil
volle Emaile⸗Copie von Verelſt's ausgezeichnetem Ge⸗ mälde der Esmeralda enthielt. Die weibliche Figur bot eine überraſchende Aehnlichkeit mit ſeiner geliebten Eſther dar.


