Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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Drittes Kapitel.

Laßt ihn, der den Werth des Geldes nicht kennt, verſuchen, etwas zu borgen. Vorksſprüchwort.

Das Zimmer, in welches ſich Baſil ſo ohne alle Um⸗ ſtände ſelbſt eingeführt hatte, trug, obgleich es leer ſtand, den Anſchein, als ob es erſt jüngſt bewohnt worden. Maſ⸗ ſen eines ſchwefelartigen gelben Rauchs ſtiegen von einer Menge ſchwarzen Kohlen in dem verroſteten Becken auf und bezeugten, daß es unlängſt erſt einige Anſtrengung geko⸗ ſtet hatte, ſie in Gluth zu verſetzen. Ein altmodiſcher Schreibtiſch ſtand offen an der Wand, enthielt Papierhefte, und einige offene Briefe nebſt einem gedrängten Phalanr kleiner Rollen, augenſcheinlich in Sterlingswerthe.

Dieſen Gegenſtänden widmete indeſſen Baſil, nach einem flüchtigen Blicke im Zimmer umher, nicht die ge⸗ ringſte Aufmerkſamkeit. Er ſetzte ſich in einen geräumigen Armſtuhl nieder, deſſen ſtarkabgetragener ſchwarzlederner Ueberzug hie und da die Roßhaare durchkriechen ließ und deſſen canellirte Mahagoniearme alles darboten, bis auf eine angenehme Behaglichkeit. Von hier aus betrachtete er mit ſtummen Blicken das altmodiſche Zimmer mit ſeinen leeren Tiſchen, an welchen die Aeſte des Holzes gegen die weichern, durch den Gebrauch mehr abgenützten Flächen hervorragten, gerade wie die eingewurzelten Mängel eines menſchlichen Charakters bemerklicher werden, wenn die weicheren Eigenſchaften unter der Laſt der Jahre ſich ver⸗ wiſchten. Die Wände waren getäfelt, mit erhabenen Fe⸗ ſtons von Blumen und Früchten geſchmückt, in Felder ein⸗ getheilt, die duech eichene Leiſten bezeichnet wurden. Aber da das Holz mit einem ſchmählichen Ueberzuge verſehen war, der aus einem faſt hundertjährigen Londoner Rauche,