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In der vergangenen Nacht reiste der Fürſt nach einer Audienz bei dem Könige nach Petersburg ab. Ich bat ihn um die Erlaubniß, ihn begleiten zu dürfen; denn ich fürchte mich, allein in Paris zu bleiben. Eine große politiſche Kriſis ſoll, wie man ſagt, nahen. Alles was ich erlangte, war eine kalte, abſchlägige Antwort. Ich würde die Schnelligkeit ſeiner Reiſe hindern, meinte er, ich würde ihm ein hindernder Block auf ſeinem Wege ſein. Er erwartet, in Zarskoje⸗ Selo, nach der Abreiſe des Kaiſers nach Georgien, an⸗ zukommen, und mag im Sinne haben, ihm zu folgen.
„Bleibe ruhig in Paris,“ war ſeine Antwort.„Es gab eine Zeit, und ſie liegt nicht ferne, wo es für Dich der einzige Platz auf Erden war, an welchem Du glaubteſt, irdiſche Glückſeligkeit erringen zu können. Sei mit dem Schickſale zufrieden, das Du Dir ſelbſt bereitet haſt.“
Meine Remonſtrationen blieben fruchtlos.
„Du haſt keine Connexionen mehr in St. Peters⸗ burg, bei welchen Du während meiner Abweſenheit ſein könnteſt,“ fuhr er fort.„Meine Schweſter iſt in Mos⸗ kau, wo unſere Familienwohnung von einer Weiſe iſt, die Dir nur unangenehm ſein kann, wenn auch Pras⸗ covia, deren Gefühle gegen Dich, mit oder ohne Grund, empört ſind, Dich unter ihrem Dache aufnehmen wollte. Mein Beſuch in Zarskoje⸗Selo wird ein ftürmiſcher ſein. Urtheile ſelbſt, welche Verſchlimmerung herbei geführt werden würde, wenn in das Gedächtniß des Kaiſers zurückgerufen würde, wie ſehr Du ihn in ſei⸗ nen Erwartungen von Dir getäuſcht haſt.“
Daher bin ich hier allein, mein theurer Vater, dieſes mag Ihnen als etwas Unbedeutendes vorkom⸗ men, denn Sie wiſſen, daß ich die Bewohnerin eines glänzenden Hauſes bin, Sie glauben mich von einer nobeln Einrichtung, von allen Ehrenbezeugungen um⸗ geben, welche die Frau eines Geſandten umringen.


