Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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derſehen geſtattet, ihr den Troſt vorzuenthalten, den ihr Ihre Gegenwart in einem Lande gewähren muß, in welchem ſie vereinzelt unter Fremden ſteht. Zweitens war die Geiſtesaufregung Gallitzin's von der Art, daß ſie ohngeachtet ihrer Verwandtſchaft, eben weil ſie eine collaterale iſt, zu einem Zuſammenſtoße zwiſchen ihm und ſeinem Weibe Veranlaſſung hätte geben können. Ich begreife ſehr wohl, daß er über die Publicität wüthend iſt, welche ſeinen häuslichen Verhältniſſen durch dieſes unglückliche Duell gegeben wurde. Seine Excellenz gehört zu jener Art von Männern, die nichts in der Welt ſo ſehr fürchten, als eine Bloßſtellung. Gewohnheit, bei Hof in ewiger Unterwürfigkeit unter autokratiſcher Mißbilligung zu leben, hat ihn mit einer Ehrerbietung vor den Schicklichkeiten des Lebens er⸗ füllt, zu einer Art von Anbetung des Decorums ge⸗ führt, wie das Hochzeitskleid ihm einen Zutritt zu dem Vermählungsfeſte mit der kaiſerlichen Gunſt ſicherte, die einflußreicher iſt, als der ſtrengſte, moraliſche Sinn. Eigenthümlichkeit, nicht Tugend, Schicklichkeit, nicht Unſchuld, Unterwürfigkeit gegen die Meinungen der Welt, mehr als unter die Gebote Gottes— dies ſind die Grundſätze feines kunſtreichen Lebens.

„Point d'esclandre!“ iſt, um es kurz zu ſagen, das Feldgeſchrei dieſes hochgebornen Ehemannes, deſ⸗ ſen ſchöne Frau, welche wir beide in den weſentlichen Punkten unzweifelhaft kennen, die hohle Welt veran⸗ laßt hat, ihm die Echos ihrer Indiscretion in's Ge⸗ ſicht zu rufen.

Paris iſt an die Ausübung großartiger Tugenden ſo wenig gewohnt, daß auf dem Wege unſerer beider⸗ ſeitigen feierlichen Betheuerung nichts genügen würde, es zu überzeugen, daß Sie großmüthig genug waren, ſich den Degen durch den Leib wegen eines Weibes rennen zu laſſen, welches mit ihrer Großmuth der Ihrigen nicht vorangegangen war. Ich bitte Sie wegen des Man⸗ gels an Biederkeit von Seite meiner geliebten Lands⸗