Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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Pagageien, Grünſpechte und bengaliſche Vögel dieſem Orte wenig Reiz verleihen können.

Die Gewächshäuſer, welche das Haus auf zwei Seiten umgeben(hier ſo, daß die Fenſter des Geſell⸗ ſchafts⸗ und Frühſtückszimmers in dieſelben, wie in einen Garten ſich öffnen), gewähren, obgleich minder prächtig, einen weit reizenderen Anblick, indem ſie aus den größern Treibhäuſern in einem entfernteren Garten ſtets ſorgfältig gefüllt werden. Ich ſehe keine Pflanze anders, als in der vollſten Blüthenpracht;— und ſolche Pflanzen— ſolche Blumen!— Man könnte ſie für die Erzeugniſſe eines Feenmährchens halten!

Das Haus iſt, was man hier Eliſabethen⸗Archi⸗ tektur nennt, halb gothiſch und ſehr würdevoll. El⸗ vinston ſagt mir, daß die Puriſten ſeiner Grafſchaft mit den von ſeinem Vater errichteten Treibhäuſern ſehr unzufrieden waren, indem ſie der Symmetrie des Wohnhauſes entgegen ſeien.

Der verſtorbene Lord Elvinston brachte jedoch dieſes Opfer ſeiner Gattin, wegen ihrer leidenſchaftli⸗ chen Liebe für Blumen und machte das Recht eines Hausbeſitzers geltend, ſein eigenes Vergnügen als Ein⸗ wohner eher, als das des vorübergehenden Beobachters zu befördern. Und Dank ſei ihm für dieſe Entſchei⸗ dung; denn nie komme ich zum Frühſtücke herab und genieße eine Gartenausſicht, die allen Veränderungen des Wetters und der Temperatur Trotz bietet, ohne ein dankbares Gefühl. Es iſt ſo herrlich, unſere lieb⸗ ſten Genüſſe ſo in unſere Nähe gebracht zu ſehen!

Die Zimmer ſind mit ausgezeichneten Gemälden

geziert. Ein Claude, ein Titian, ein Ruysdael, ein

Giorgione, ein Carlo Dolee und ein Dominichino, je⸗ des derſelben ein Meiſterwerk, ſchmücken das Gemach, in welchem ich ſchreibe. Wo iſt ein Haus in dem Faubourg St. Germain oder ein franzöſiſches Schloß, das Du ſo reich geziert finden wirſt? 3 Wo kannſt Du mir eine Privat⸗Bibliothek zeigen,