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Lang weiligkeit der weit liberaleren Zirkel in dem Fau⸗ bourg St. Honore zu lebhaft zu ſchildern, muß ich die erſte beſte Gelegenheit ergreifen, um ihr die Erforder⸗ niſſe meiner Stellung anzudeuten und ſie zu bitten, meine Geduld, unter welch' einer Laſt von Langeweile ſie immer ſeufzen mag, zu ehren.
Wir müſſen in kurzem, gleich allen andern Ge⸗ ſandtſchaften hier, einen beſtimmten Geſellſchaftstag auswählen; ja wir müſſen ſogar denjenigen annehmen, welcher dem Vorgänger des Fürſten von den andern
Geſandtinnen für den Empfang aller Perſonen, Fran⸗
zoſen und Ausländer, die hinreichend vorgeſtellt oder eingefuhrt find, bewilligt wurde. Dieſe werden von nun an die Beſucher unſerer Official⸗Soiréen ſein; aber es iſt mir auch geſtattet, eine nicht officielle Geſellſchaft zu halten, in welcher ich die Freunde um mich verſammeln werde, die meinen Salon bilden ſollen, die Freunde, mit welchen die ausgebreiteten europäiſchen Verbindungen des Fürſten ihn bekannt ge⸗ macht haben, dann ferner diejenigen, welche durch die Gräfin Auguſte bei ihrer Rückkehr vom Lande nächſten Herbſt, und durch die Geſellſchaft im Hotel de C. mei⸗ ner Freundſchaft ganz beſonders empfohlen werden.
Unſere gute Mademoiſelle Moreau wünſcht ſehr, daß ich der Liſte meiner Freunde ihre Herrin, die Gräſin de Choiſy, und ihren Zögling, die Maquiſe de Mon⸗ técourt, beifügen möchte, was jedoch, trotz dem ge⸗ bührenden Reſpekte für ihre Eigenſchaften als Erziehe⸗ rin, unmöglich iſt; denn wenn dieſes Letztere nicht der Fall wäre, ſo würde ich ihr ſchwerlich die vertraute Stelle um meine Perſon angewieſen haben. Meinem vertrauten Zirkel zwei Perſonen beizufügen, welche nicht offenbar dazu gehören, hieße die Harmonie des⸗ jenigen ſtören, was ich ſo gerne von jedem anſtößigen Partikel frei wüßte.
Meine kurzen Erfahrungen in ſolchen Dingen, in⸗ dem ich Zeuge der Einrichtung Ihrer Geſellſchaften in


