Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1845)
Entstehung
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312 von undankbaren Freunden zu bewirthen, der Armuth preiszugeben. 4 4

Gleich nach der Entfernung des Kaiſers, welcher von der Hochzeitgeſellſchaft einen ſehr artigen, von dem Fürſten Gallitzin einen herzlichen Abſchied nahm, be⸗ ſtiegen die beiden Bräute, geehrt wieSara und ver⸗ gnügt wie Rebekka, mit ihren Männern, denen ſie ſich nach dem Ritual der griechiſchen Kirche für jetzt und für immer, ſelbſt für alle Zeitalter ergeben hatten, ihre Reiſewägen; die Gallitzins um nach Warſchau zu reiſen, die Elvinſtons, um ſich nach England ein⸗ zuſchiffen. Dieſe Uebertretung der Gewohnheit, die Hochzeitgeſellſchaft durch Bankette und Bälle zu ver⸗ längern, wurde von einigen als eine angenehme Neue⸗ rung, von Andern als eine unſelige Nothwendigkeit betrachtet; denn die Ruſſen ſcheinen zu glauben, daß man des Guten nie zuviel bekommen könne, und ſie erneuen die hochzeitlichen Feſtlichkeiten am Ende der Woche bei der Ceremonie, welche man das Auflöſen der Kränze nennt.

Die zwei glücklichen Paare ſchienen jedoch gleich mir zu denken, daß wir von den Ceremonien genug genoſſen hätten. Ich verſchone Dich mit dem rühren⸗ den Abſchiede. Ich erſpare Dir die Weltmeere von Champagner, die auf ihre Geſundheit und ihr Glück getrunken wurden; mein heutiges Kopfweh iſt eine Beſtätigung des Ganzen, und durch deſſen Schilderung fürchte ich, es noch zu vermehren.

Ich habe alle Deine Aufträge beſorgt, mein theu⸗ rer Bruder: und komme gleich einem perſiſchen Fürſten mit rohen Diamanten beladen und von Roſen umge⸗ ben, mit Caviar, ruſſiſchem Leder und andern tartari⸗ ſchen Dingen zu Dir. Alles dieß wird hinreichen, Dein appartement de garçon in Wettſtreit mit dem Gastinoi d'or zu bringen. Gott ſei Dank, ich kann endlich mit voller Gewißheit an die Stelle des à re- voir, à tantot ſetzen!