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Bräuten koſtbare Hochzeitsgeſchenke geſchickt, der einen als Tochter, der andern als Gattin treuer Diener der kaiſerlichen Krone; und Mademoiſelle von Rehfeld hat den Fürſten überzeugt, daß es ein Beweis der Hoch⸗ achtung für den Czaar und die Czaarin ſei, ihre präch⸗ tige Gabe als genügenden Schmuck anzunehmen. Iſt dieſer Gedanke nicht politiſch? Sollte man nicht glau⸗ ben, daß dieſes Kind von den Sümpfen der Oder her ſchon in ſeinen Windeln in eau bénite de la cour getaucht worden ſei?
Elvinſton nimmt jedoch von Allem, was inzwi⸗
ſchen um uns her vorgeht, wenig Notiz. Seine Sonne,
ſein Mond und ſeine Sterne ſcheinen ihm in Margue⸗ rite's Augen; ſein einziger Wunſch iſt nur, daß die Zeit ſchon da ſein möchte, in welcher er ſie dem Ein⸗ Kuſſe und der Publicität ihrer Stellung hier entführen önne.
Dieſe Engländer find die ſeltſamſten Leute!
Für ſie ſcheint der Hauptzweck von Rang und Vermögen das häusliche Leben zu ſein.
Bei uns, wie bei allen andern Nationen des Feſt⸗ landes, iſt die Neigung zum Prunke um ſo groͤßer, je höher die Stellung und je weniger beſchränkt die Mittel einer Familie ſind.
Die halbe Größe einer grande dame hängt von der Publicität ihres Salons ab, und die Hälfte des Genuſſes eines Millionärs beruht in der Gewißheit, daß ſein Vermögen ihm beſtändige Geſellſchaft ſichere.
Ein reicher Engländer aber genießt in ſeinen Reichthümern die Ausſicht, allein zu ſein.
Für ihn kaufen ſie Zurückgezogenheit;— einen ganz abgelegenen Park, deſſen Eingang er verſchließt und an deſſen Außenſeite er Tafeln ſteckt, die Schlin⸗ gen und Selbſtgeſchoße ankündigen; und eine Stadt⸗ wohnung mit einem ſtarken Thore, an welchem ein unfreundlicher Portier das:„on ne passe pas“ der


