Teil eines Werkes 
5. - 8. Bdchn (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

284

dem Quiddle geſtern mit uns ſprach, denken Sie an ſeine große Familie und ſeine Schlaganfälle. Denken Sie an die unglückliche Wittwe, welche mich am Arme nahm, als ich mit Henry von der Lombardſtraße kam, und von Hamlyns Verpflichtungen gegenüber von ihrem armen, ihr ſo theuren, todten und abgeſchiedenen Johann Darley, und davon ſprach, daß ſie nächſtens von dem Hauſe, das ſie ſeit vierzig Jahren bewohnt habe, ver⸗ trieben werde. Denken Sie an Sir Robert Maitland, den ich ſelbſt in die Falle brachte, und vor Allem, denken Sie an den armen, theuren Markham, der ſo kummer⸗ voll iſt, und ſich doch ſo gut zu beherrſchen weiß. Wie ſchreien nicht ſeine Kinder zu ſeinen Füßen nach ihrer Mutter! ſeine Kinder, die, wenn er morgen ſterben würde vielleicht nach Brod ſchreien müßten. Was die armen Seelen zu Orington betrifft, o, Nelly! Nelly! Je mehr ich an die Sachen alle denke, um ſo mehr fühle ich, daß ich der Vorſehung für eine ſolche Linderung meines Schickſales und für mein Glück, ihnen einigen Beiſtand leiſten zu können, nicht genug danken kann.“

Eine andere Perſon, welche die bittere Hefe des Bechers der Erniedrigung der ihren Lippen geboten wurde, mit Ergebung trank, war die unglückliche Wittwe des Bankier. Ihre Brüder, welche ſich von ihrem Ge⸗ mahle, ſo lange er lebte, ferne gehalten hatten, reichten ihr, wie wir wiſſen, hülfreiche Hand. Dieſer Troſt, ſo wie die unveränderliche Liebe des jungen Dartford zu ihrer holden Tochter war ihr die Quelle einer uner⸗ warteten Erleichterung ihrer Noth.

Immer, auch ſeit der erſten Stunde ihrer Noth, hatte ſich der Marquis bemüht, ſich mit Walther und Henry auf gleiche Stufe zu ſtellen, wenn es galt, Frau Hamlyn kindliche Liebe zu erzeigen. Daraus erſah ſie, daß ſeine Neigung durch Nichts, was geſchehen war, oder geſchehen konnte, eine Veränderung erleide. Am Ende eines Monats, den ſie ganz durchgetrauert hatte, bat er ſie inſtändig, ſie möchte ihre Zuſtimmung