Teil eines Werkes 
5. - 8. Bdchn (1846)
Entstehung
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bei Geſprächen der Art an der Tafel ſeines Schwieger⸗ vaters geſchah. Sir Robert machte die Entdeckung, ent⸗ weder ſeien die Bankier von London ein von den Bankier der„guten Stadt“ ſo verſchiedenes Volk, als Hochländer und Thalbewohner ſich von einander unterſcheiden, oder haben ſie ſelbſt während ihrer Abweſenheit, während der Schlachten, die ſie in Indien oder Spanien ausgefochten haben, ſich ſehr geändert.

Immer weniger konnte er, als ſie in das Speiſe⸗ zimmer traten, ſich vorſtellen, daß er an einer Tafel, wie die des Herzogs von Elvaſton, ſitzen werde. Hamlyn, wie Alle, welche in der Geſellſchaft eine Rolle ſpielen wollen, war ein gelernter Wirth und ſtudirte dieſes Ge⸗ ſchäft als eigentlichen Beruf. 3

An ſeiner feinen Tafel wäre der adelige Rinder⸗ braten, der dem Herzog von Elvaſton und Sir Roger de Coverley ſo theuer war, durchaus nicht am Platze geweſen. Seine Fiſche wären wohl von dem größten Epikuräer die vorzüglichſten in ganz London genannt worden; und die am feinſten Gebildeten der faſhionablen Leute, welche Walther Hamlyn mit ihrer Geſellſchaft beehrten, hätten wohl geſagt, bei D. S. oder B. ſei zwar das Silber⸗ ſervice und das Lokal größer, aber die feine Lebensweiſe ſei bei ihnen durchaus nicht zu Hauſe, wie in Cavendiſh⸗ Square.

Hamlyns Speiſezimmer war das wahre Heiligthum eines Tempels der Schwelgerei. Sir Robert, wie es ſich für ſein Alter und ſeinen Stand ſchickte, war Freund von einem guten Glas Wein. Er war überzeugt, daß die Keller von Ormeau ihm eine herrliche Gelegenheit für die Befriedigung dieſer ſeiner Neigung verſchafften. Da⸗ gegen bei Hamlyn fand er ſich in Verlegenheit geſetzt. Claret war nicht länger Claret, Burgunder nicht laͤnger Burgunder, ſo verſchieden waren die Namen und der Wohlgeſchmack, unter welchen Jeder ſeiner Lieblingsweine ſich ſeiner Aufmerkſamkeit zu empfehlen ſtrebte. Er fand, daß hier ſogar das Haus Moſel ein zerſtückeltes Haus

Die Bankiersfrau. II. 4