Teil eines Werkes 
5. - 8. Bdchn (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

.

39

gegen mich gezeigt haben, Sir, gibt mir die Kühnheit, mich mit ein Paar, einzig und allein meine Angelegen⸗ heiten betreffenden, Fragen bei Ihnen einzudringen, und ie um einen Theil Ihrer köſtlichen Zeit zu bringen. Maſter Joſeph Creswell, mein Onkel, O ich denke, ich habe Ihnen eben geſagt, daß ich einen Onkel habe, der ein ausgezeichneter Juriſt, das heißt, ein Advokat in Limmerick, mit einer bedeutenden Praxis iſt, pflegte immer vor dieſer Zei den Betrag meines Gehaltes, welcher von Ihnen aus in die Bank Latouches geſchickt, und zu ſeiner Verfügung geſtellt wurde, anzunehmen und anzu⸗ legen. Dieſe kleinen Erſparniſſe, Dank Ihrem Edelmuthe und der Güte, mit welcher Miſtreß Hamlyn meine kluge Sparſamkeit betrachtet, indem ſie—“ 5 Hamlyn ſeufzte in Gedanken, da die geübte Red⸗ nerin ſo gar lange Phraſen machte. 4 Als Miß Creswell ſeine Ungeduld bemerkte, ſo ſagte ſie:„kurz, mein Herr! ich beſttze nun eine Summe Geldes, wenig unter tauſend Pfunden, in der That eine beträchtliche Summe, wenn ich bedenke, daß ich als armes Mädchen in Ihr Haus kam, ohne ein anderes Beſitzthum, als meinen Fleiß und meine Fähigkeiten für den Unterhalt meines Lebens. Ich bitte Sie um Ver⸗ zeihung, daß ich Sie hier hin halte, aber ich komme auf den wahren Punkt. Mein Onkel iſt ein in den

ſicherung niederlegen, da ich ſchlimmer daran ſei, als die verſchiedenen Mitglieder meiner Familie.“

„Das war ein ſehr kluger Rath!“ bemerkte der Bankier, der vor ihm zwiſchen ſeinen Augen und dem gezierten, magern Geſichtchen der Miß Creswell den bedeutungsvollen Blick und das durchdringende Auge des Schreibers bemerkte, eine Erſcheinung, welche ihn beinahe ſeiner Beſinnung beraubte.

„Mein Onkel Joſeph verſicherl mich, dieſe Art der