Teil eines Werkes 
5. - 8. Bdchn (1846)
Entstehung
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willigte. Denn Miß Creswell war in ſeinen Händen eines der gleichgültigſten Inſtrumente geweſen. In der ehrfurchtsvollen Verehrung ihres Herzens betrachtete ſie ihn, was ſeine politiſche Seite betraf, als wenig unter Metternich; in ſinanzieller Hinſicht ſtellte ſie ihn über alle Rothſchilds, mit allen ihren Kapitalien in ganz Europa. Deßhalb wußte Herr Hamlyn aus langer Er⸗ fahrung, daß es ihm möglich war, ſie durch ein Wort

zu geſchweigen, und durch einen Wink aus ſeiner Gegen⸗

wart zu vertreiben.

Doch war er nicht auf den Wechſel vorbereitet, welcher in der Seele einer Irländerin entſteht, wenn ſie wieder in ihre Heimat in ihr Irland kommt, wo die Gefühle ſo mächtig und gewaltig ſind.

Das arme, unbedeutende, abhängige Mädchen, durch die Eigenheiten von Cavendiſh⸗Square, ſo lange er⸗ kältet, war nun aufgethaut, und ein menſchliches Weſen geworden. Seit ſechs ganzen Monaten hatte die be⸗ ſcheidene Gouvernantin für ſich ſelbſt gedacht und gefühlt, bis ſte zuletzt mit„ihrer eigenen Zunge“ ſprach. Hamlyn wäre es viel lieber geweſen, wenn ſie dieſelbe gehalten hätte; denn er war gerade nicht gut aufgelegt, um müſ⸗ ſiges Gerede anzuhören. Er hatte keine Laune für ihre Reden, kaum für den Ausdruck ihrer Dankbarkeit. Die in dieſem Tage erfolgte Ankunft des kleinen, beweglichen Weibchens, welche voll Freude war, daß ſie mit ihren geliebten Zöglingen wieder zuſammentreffen konnte, war wie das läſtige Brummen einer Mücke um das Haupt eines Reiſenden, welcher ſich im Walde verborgen hat, um ſich gegen den Angriff eines Löwen zu ſichern.

Nachdem Miß Creswell in einer langen Vorrede geſagt hatte, ſie hoffe durch ihre gewiſſenhafte hingebende Sorge für den Geiſt, die Moral, das äußerliche Be⸗ nehmen(natürlich dachte ſie dabei auch an die Geographie und den Gebrauch des Globus, Dinge, welche ſie den jungen Mädchen, wie bereits geſagt, beigebracht hatte), ſprach ſie noch Folgendes:„Die Güte, welche Sie immer