„Ich wünſche, bei Gott! ich hätte es damals er⸗ fahren, als ich in London war,“ rief der Oberſt aus. „Es hätte mir Vergnügen gemacht, auf der indiſchen Bank, oder dem Kriegsminiſterium, oder wo Sie Con⸗ nexionen haben, nach der Sache zu fragen. Es iſt tau⸗ ſendmal Schade, daß Sie dieſes ſcharmante Haus, dieſe ſcharmante Geſellſchaft verlaſſen müſſen, um zu thun, was ein ehrenhafter Mann für Sie thun möchte.“
„Ja, es wäre mir lieb, wenn ich mir die Reiſe erſparen könnte,“ entgegnete der Veterane. Ich habe eine alte Wunde aus dem Kriege, welche mir Unan⸗ nehmlichkeiten verurſacht, wenn ich mich zu viel im kalten Wetter umtreibe. Das iſt der Grund, daß ich ſo ſelten nach Ormeau herüberkommen und die Töchtern des Herzogs beſuchen kann. Doch das Geſchäft muß gethan ſein.“ 3
„Beim heiligen Georg! ich denke, ich könnte die Sache für Sie beſorgen,“ rief der Oberſt voll Herzlich⸗ keit und Feuer aus.„Ich habe einen rechten Mann an der Hand, um nicht zu ſagen, einen Buſenfreund, einen der wärmſten Männer auf der City, welcher ſolche Angelegenheiten ſchon ein halb hundert Mal für mich beſorgt hat.“
„In der That?“ rief Sir Robert Maitland aus, welcher bereits mit ſeinem grauköpfigen Bruder Soldaten auf dem freundſchaftlichſten, vertraulichſten Fuße ſtand.
„Es iſt das Haupt der Firma„Hamlyn und Com⸗ pagnie“; ein Burſche mit einem Kopfe, der gut genng iſt für einen Kanzler am Schatzkammergericht. Jeden⸗ falls muß ich ſo viel ſagen, es iſt ein Mann, welcher mir für mein Geld in Zeiten, wie dieſe, fünf und ein halb Prozent zu verſchaffen weiß.“
„In der That! es iſt ein Mann, nach dem man fragen darf!“ rief Sir Robert aus.„Es fehlte mir ſchon lange an einem praktiſchen Manne in London, welcher mir eine ganz genaue Auskunſt vom Stande des Geldmarktes geben konnte. Ich bin Vormund zweier


