„Welch angenehme Partie werden ſie haben!“ ſprach Lueinda Vernon, in tiefer Bekümmerniß vor ſich hin,
„und welch einen Winter haben wir uns auf den Hals
geladen, indem wir hieher kamen. Gott ſei Dank! nächſte Woche iſt dieſes Unglück aus, und wenn ich nicht für meine Geduld dadurch belohnt werde, daß ich einen Monat in das Bad nach Brigthon gehen darf, ſo will ich mich an Sir Henry im näͤchſten Jahre wenden, und machen, daß ich mich in allem Ernſte zu einer Reiſe nach Neapel rüſten darf. Allem nach, theure Mamma! hätien wir machen können, daß die ſechs Wochen uns etwas weniger, als zwölfe, vorgekommen und herumge⸗ gangen wären, wenn wir mit unſeren Nachbarn auf
freundſchaftlicherem Fuße geſtanden wären. Wären wir
mit den Hamlyns auf freundſchaftlichem Fuße geſtanden,
wir hätten in ihrem Hauſe mit Lord Dartford zuſammen⸗ kommen können, wären wir freundlicher mit den Elva⸗ ſtons geſtanden, wir hätten Lord Dartford bei ihnen treffen können, wären wir mit Oberſt Hamilton in gutem Vernehmen geweſen, wir hätten Dartford auf dem Schloſſe Burlington treffen können. Da wir überdieß dachten, ein Zuſammentreffen mit Lord Dartford bringe uns auch noch den Vortheil, daß wir wegen der Wichtigkeit dieſes Zuſammentreffens von Lord Vernon die Erlaubniß einer nochmaligen Reiſe nach Neapel bewerkſtelligen können, ſo wäre wohl das geringe Opfer, das wir durch ein Paar langweilige Landviſtten gebracht haben, durchaus nicht in Betracht gekommen. Mein Vater liebt aber den Herzog von Elvaſton nicht, weil er ein bedeutenderer
Mann, als er iſt, und verachtet die andern zwei als ungemein tief unter ſich. Wo kennen wir denn wohl die Gleichheit finden, welche uns zum Genuſſe eines ge⸗ ſellſchaftlichen Lebens befähigen ſoll? Als die Magnaten des deutſchen Kaiſers ihn baten, er möchte alle Stände, mit Ausnahme der höhern, vom Beſuche des Augartens zu Wien ausſchlieſſen, erklärte er:„ihr Herrn wollt alſo mit Niemand, als mit eures Gleichen Umgang
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