Teil eines Werkes 
5. - 8. Bdchn (1846)
Entstehung
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tragiſchen Muſen, die in ſeidener Kleidung gehen, und welche Dolch und Opferſchale, aber keine Schüſſel mit Kinderſuppen, keine Schnürnadel tragen ſollten. Ich denke immer, dieſe Ihre ſchöne Ellen geht noch im Schlafe bei Dartfort⸗Hall um, wie Lady Macbeth. Mein Blut ge⸗ rinnt bei dieſem Gedanken! Nein! nein! fürchten Sie nicht im Mindeſten, ich wollte Sie bei der reichen Wittwe ausſtechen.“ 3

Walther entgegnete:„Fürchten Sie nicht, daß es mir ärgerlich wäre, wenn Sie es thäten. Ich mache keine Anſprüche auf dieſes Quartier.“—

„Nun aber, ich hörte doch, als ich letzthin auf Dean war, daß der alte Oberſt meiner Tante Rother⸗ wood einen Wink gab, es wäre ihm Nichts angenehmer, als wenn Sie ſein Schiegerſohn würden.“

„Man heiratet kein Weib, um ihrem Schwieger⸗ vater zu gefallen.“

„So? man thut es doch hie und da, und nament⸗ lich, wenn der Schwiegervater ſo glücklich iſt, und viermalhunderttauſend Pfund hat, um alles Mögliche damit anzuſtellen, überdieß, wenn er ein ſo excellenter Burſche iſt, wie der alte Oberſt Hamilton. Sie könnten die Burlingtons vollſtändig auskaufen(da ja, wie ich höre, ihre Vermögensumſtände in ungemeiner Verwir⸗ rung ſind) ſo daß Ihr Gut an Dean⸗Park ſtieße, und mit ihm eine große Feſte ausmachte.“

„Zu gleicher Zeit hätte ich es noch mit einer an⸗ dern Feſte zu thun,“ ſagte Walther lachend;„die Aus⸗ ſichten ſtehen nicht ſo, daß ſie mich begeiſtern könnten. Ich könnte mich mit einem ſolchen Weibe, wie Miſtreß Hamilton iſt, niemals glücklich fühlen. Sie könnte Einen vollkommen zu einem Zwerge machen.“

„Ja! jal ſo viel ich ſehe, ſind wir in der Haupt⸗ ſache über ſie einverſtanden. Um den alten Dichter zu commentiren, der letzthin auf Melton bei Nacht mit ſo wenig Einſicht citirt und beſprochen wurde:„Sie iſt zu ſchön und zu gut für das tägliche Bedürfniß der