Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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„Da ſoll man ſehen, wie ein Weib für ſich im Stillen den Motiven einer Handlung nachſpürt, ein Weib, welches allein und unbeſchützt der ſchlechten Be⸗ handlung der Welt preisgegeben wurde. Wäre ich von Herrn Hamlyn niemals heruntergeſetzt und gekränkt wor⸗ den, ich hätte es gemacht, wie Andere es machen— ich hätte voll Gutmüthigkeit ſeine Tugenden für baare Münze genommen. Wie dem ſein mag, unſere Wege find glücklicherweiſe verſchieden. Ich häͤtte es nicht ge⸗ wagt, über einen Mann, welchen Sie achten, Sir, dieſe Bemerkung zu machen; es war deßwegen, weil Sie Kapitän Hamlyn meiner Zuneigung empfahlen. Nie⸗ mals habe ich je geglaubt, ich werde in dieſem Hauſe, aus welchem, wie ich denke, meine arme Freundin Bur⸗

lington durch die Kunſtgriffe des Mannes ausgetrieben

wurde, welcher das Teſtament ihres Gemahles voll⸗ ſtrecken half; niemals glaubte ich, ich werde in dieſem Hauſe meine Stimme gegen ihn erheben müſſen. Um übrigens vollkommene Einigkeit zwiſchen mir und Ihnen zu bewahren(ich will mir Mühe geben, keine den ihri⸗ gen widerſprechende Meinung zu äußern, ſo lange ich bei Ihnen bin), will ich alle künftige Nennung ſeines Namens vermeiden.“

Der Oberſt entgegnete:„Meine Theure! das iſt eine ſchöne, gute Entſchließung, und ich danke Ihnen herzlich dafür. Da übrigens dieſes das Letztemal iſt, daß wir unſern armen Freund am Bratſpieße haben, ſo wollen wir ihn noch einmal drehen und zu kleinen Stücken röſten. Sagen Sie mir, Nelly, als treue Seele, haben Sie irgend eine Klage gegen den Bankier zu erheben, deren Grund etwas Anderes wäre, als die natürliche Neigung der Weiber zur Unverſöhnlichkeit, eine ſchlimme Sitte von euch ſeit mehr Jahren, als ich denken kann?“

„Keine Klage, Sir. Ich geſtehe, ich ſelbſt bin ſchuldig am harten Vorurtheile gegen einen Mann, deſſen einziger Gedanke und deſſen einziges Lebensziel der Ge⸗ winn iſt.“