Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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Drittes Kapitel.

Ein Eichbaum der Druiden ſtund im Herzen Von einem ſel'gen, hochbeglückten Thal; Sein Feind, der Donner, ſchuf ihm keine

Schmerzen, Es waren ſeine Kronen ohne Zahl, Und unter ſeinen Aeſten ſah man ſcherzen Die bunten Waldbewohner allzumal; In ſeiner Naͤhe girrte eine Quelle, Und bei des grauen Morgens erſter Helle Erſchien ein Hirſch von ſtolzen mäͤchtgen Enden, Auch ſeine ganze Heerde eilte her, Die Quelle mußte ihnen Labung ſpenden, Beinahe tranken ſie die Quelle leer.

Byron.

„Beim heiligen Georg! mein theurer Doktor! dieſes Volk da hat guten Grund, wenn es eine merkwürdig alte Miene annimmt,“ rief Oberſt Hamilton, nachdem ſie bei Brarham die Furt paſſirt und an einem niedlichen gothi⸗ ſchen Hauſe vorbeigeflogen waren, und um ſein Phanton in einen der prächtigen engliſchen Parks einfuhr, deſſen Eichen gleiches Alter hatten mit der Königin Beß, und deſſen raſige Plätze ſeit Menſchengedenken keine Pflug⸗ ſchaar geſehen hatten.„Ja! dieſe prächtige Allee muß zwei Meilen in der Länge haben!“

„Sie iſt die ſchönſte in England nach der langen Allee bei Windſor,“ entgegnete der Paſtor und führte, wie es Paſtoren gerne thun, eine Stelle aus Cowper zu Ehren von Alleen an; eine Stelle, die ſein Begleiter ver⸗ teufelt ſchön nannte, und von der er ſagte, ſie erinnere vollkommen an Byron.„Iſt dieſes das Schloß!“ fügte er hinzu, indem er auf ein ehrwürdiges, im gothiſchen Style erbautes Armenhaus zeigte, vor welchem eine dichte Allee Maulbeerbäume ſtand, die nicht genau erkennen ließen, was es für ein Haus war. und deren ſchwere Blätter dem ſchlanken Giebel Heiterkeit zu verleihen ſchienen.