Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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Sie denken, gerade zu einer Zeit als wir in England Nichts hatten, für das wir hätten ſorgen können. Unſere einzige Sorge war geweſen, für die jungen Leute ein Vermögen bei Seite zu legen. Beide waren dahin! Wer oder was war nun in der Welt, das uns hätte vermögen ſollen, von unſerem Mutterlande entfernt zu bleiben? Marie war kränker geworden; aber ich heiterte ſie mit der Hoffnung auf, die Luft unſeres Mutterlandes werde ſie wieder herſtellen, es ſeien noch fröhliche Tage für uns zu gewarten. O arme Marie! ſie lächelte, und wünſchte, mir zu glauben, und den Rhein zu vermeiden, als mache ſie mir einen Vorwurf, weil ich den Tod ihres Sohnes verſchuldet habe!“

„Ich kann mich des Briefes wohl noch erinnern, in welchem Frau Hamilton ihre Ankunft ankündigte,“ ſagte Madame Hamlyn, mit leiſer Stimme,„und, in welcher ſie nur für die Ueberſendung einer Locke aus ihres Sohnes Haar dankte. Sie ſagte darin ihr einziger Wunſch in dieſer Welt ſei der, noben ihn in das Grab gelegt zu werden.“

.„Sagte Sie das?“ rief der alte Mann aus und wiſchte ſich die Augen.„Ein gutes Weſen! Sie drückte gegen mich dieſen Wunſch nie aus, indem ſie, ich darf ſagen, fühlte, daß es ihr Schickſal war, doch unter⸗ nahm ich die Heimreiſe mit ihr, und ſorgte mit der Hülfe Johnſtons und ſeines Weibes auf jede mögliche Weiſe für ſie. Aber es ſollte nicht ſo ſein. Die Welt war für ſie zu Ende, Gott hatte ſie zu ſich gerufen.“

„Ich legte ſie in das Grab,“ fuhr der Oberſt mit einer von Schluchzen unterbrochenen Stimme fort. Meine Genoſſin ſeit 30 Jahren, meine Genoſſin in der Wildniß, darf ich ſagen, mit welcher ich niemals ein mißvergnügtes Wort oder einen gehäſſigen Blick gewechſelt habe. Arme Marie! mein Schmerz um ſie war ganz verſchieden von dem, den ich der Söhne willen fühlte. Daß ſie doch hätte da ſein können, um den Schmerz um ſie zu lindern! Aber Alles ſchwand mit ihr, Alles! Alles!“