nerte, begeben hatte. Eine große Anzahl bedeutender Stadtwohnungen empfahl Herr Hamlyn der Einſicht des Nabob für den Reſt der laufenden Jahreszeit. Aber der alte Edelmann mit ſeiner ſtrozenden Geldbörſe und ſeinen unbeſtimmten Plänen, war, gleich einem Seemann, der vom Kreuzen heimkommt, um in einem Huy ſeines Geldes los zu werden, zu einem Kaufe entſchloſſen. Wie wenn er nicht ſchnell genug machen könnte, um ſich feſten Fuß in ſeinem Heimathlande zu ſichern, entſchloß er ſich zum haſtigen Kaufe eines bequemen Hauſes in der Straße Portland Place, und amufirte ſich, und bereicherte die Tapezierer einige Wochen lang durch das Geſchäft, daſſelbe gut auszuſtatten.
Sobald übrigens Alles, wasgſeinen Freunden den
Hamlyns, als die paſſendſte Einrichtung erſchien, um auf einem flotten und großen Fuße zu leben, ins Werk geſetzt war, fing ſchon der Oberſt aus Mangel an anderer Beſchäftigung zu brummen an. Tag für Tag ſtellte er ſich in ihrem Hauſe, in Cavendiſh⸗Square mit einer Klage gegen das Klima oder die Sitten der Haupt⸗ ſtadt ein. Glücklicherweiſe war er weit davon, ein grießgrämiger Brummer zu ſein, er war eher ein lachender als ein weinender Philoſoph, und verhöhnte ſeine eigene Ver⸗ drießlichkeit mit ſolch gutem Humor, daß Frau Hamlyn, welcher er gewöhnlich ſeine Klagen anvertraute, wenn ihr Gemahl in der Stadt war, durch ſein Kapital von Lamentationen mehr erheitert, als gelangweilt wurde.
„Unter uns geſprochen, meine holde Lady!“ ſagte er, nachdem er ſich in einen Armſtuhl am Feuer geworfen hatte, an einem düſtern Januarsmorgen, als die blätter⸗ loſen Bäume in Cavendiſh⸗Square ſo mürriſch und finſter durch den dichten Nebel ſahen, wie die geſpenſter⸗ haften Geſichter der Helden Oßians,„unter uns ge⸗ ſprochen, ich geſtehe, ihr habt mich in dieſem neuen London furchtbar getäuſcht! Die paar erſten Tage nach der Ankunft in einem Lande ſind traurig, hauptſächlich


