13
den er auch hierin als ſeinen Freund und Rathgeber betrachtete.
Obſchon Oberſt Hamilton beinahe ein halbes Jahr⸗ hundert in der Verbannung zugebracht hatte, war er doch einige Jahre vor der Zeit, welche er als Beſtimmungs⸗ punkt ſeiner Rückkehr im Geiſte bezeichnet hatte,(die
Vollzähligmachung eines Vermögens von 400,000 Pfund
Sterling) von Indien nach Hauſe getrieben worden, und zwar durch den Verluſt ſeiner Frau und durch eine ernſthafte Krankheit, die erſte in ſeinem Leben, welche dieſem ſchmerzlichen Verluſte folgte. Aber im Augenblick, in welchem er den Fuß auf den Boden ſeines Vaterlandes ſetzte, und den Schlamm abwarf, den einenlange, der Sklaverei des Mannes gewidmete Lebenszeit auf ihn geworfen hatte, ward der alte Mann wieder mit ſich ausgeſöhnt, daß er es in ſeinen Vermögensumſtänden nur auf die Zahl von 342,000 Pfund Sterling gebracht hatte, in der Anſicht, daß es in einem Alter von 65 Jahr beſſer ſei, ſich mit dieſen beträchtlichen Mitteln des Genuſſes zu begnügen; denn, da er ſeine zwei Söhne überlebte, welche keine Nachkommenſchaft hinterließen, um ſein großes Vermögen zu erben, hatte er die Wahl, ob er ſein Eigenthum verſchiedenen Bekannten vermachen oder von der Dankbarkeit eines öffentlichen Inſtitutes nochmals eine Statue und Ruhm und Namen in den Zeitungen ärndten wollte.
Ein Londoner Bankier iſt nicht der Mann, einem alten Edelmann ohne Erben, mit einem laufenden Ka⸗ pitale von Hunderttauſenden ſeine Freundſchaft oder ſeinen Rath zu verweigern. Während Herr Hamlyns Lebensweiſe kalt und mechaniſch war, wurde er doch beinahe ein ganz anderer, als es ſich darum handelte, für Oberſt Hamilton eine paſſende Londoner Reſidenz herauszuſuchen, zur Zeit als er ſich über die heißen Zimmer und die kalten Mulligataweys im Hotel Adelphi zu beklagen anfing, wohin er ſich bei ſeiner Ankunft als an den einzigen ruhigen Platz, den er ſich aus ſeiner Jugendzeit her erin⸗


