——
330
hatte, Sie in unſerm Hauſe zu ſehen, ſo uͤber⸗ muͤthig, und ließ ſogar meinem Witze den Zuͤ⸗ gel ſchieſſen— o dieſen Witz, mein theureſter Herr, den, fuͤrcht' ich, werden Sie mir nicht vergeben.“
„ Herzensgute liebe Madame, erwiederte er laͤchelnd,„Sie lieſſen mich Ihren Witz fuͤhlen, und ich blieb Ihnen die Antwort nicht ſchuldig: ich wills der ganzen Geſellſchaft uͤberlaſſen zu urtheilen, ob meine Stacheln nicht eben ſo ſpitz waren, als Ihre. Die Wahrheit zu ſagen, wuͤßte ich itzt keinen Menſchen, dem ich boͤſe ſeyn koͤnnte, als dem Kerl, der mein kleines ſuͤſſes Maͤdchen hier ſo erſchreckt hat. Ich habe nicht einmal ſo viel Zeit gehabt, mir ſo viel von der Perſon des Schurken zu merken, als zu einem Steckbriefe gehoͤrt. Koͤnnen Sie mir nicht ſa⸗ gen, meine liebſte Sophie, ob Sie ihn wohl wieder zu kennen daͤchten, wenn Sie ihn ſaͤhen? 2*
„Das kann ich wirklich nicht mit Gewißheit ſagen,“ verſetzte ſie;„doch ich beſinn' mich itzt, daß er uͤber dem einen Auge eine groſſe Schmar⸗ re hatte.“„Ich bitte um Vergebung,“ ſagte Jenkinſon, der dabey war,„haben Sie doch die Guͤte, Mademoiſell, und ſagen mir, trug der Kerl nicht ſein eignes rothes Haar?“„Ja, ich glaube,“ ſagte Sophie.—„Und haben Ew. Gnaden,“ fuhr er fort, indem er ſich an Sir William


