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Der Dorfprediger von Wakefield : eine Geschichte, die er selbst geschrieben haben soll
Entstehung
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ner Frauen und Kinder bis zu ihren Umſtaͤnden

herunter zu ſtimmen; denn ich wußte gar wohl,

daß Großmuth in Armuth wahres Elend ſey.

„Es kann Euch nicht unbekannt ſeyn, meine Kinder,„ſagt' ich,„daß alle unſre moͤgliche

Klugheit unſerm erlittenen Verluſte nicht haͤtte

vorbeugen koͤnnen; Klugheit kann aber viel thun, die Wirkung weniger ſchlimm zu machen. Wir ſind nun arm, meine lieben Wichter, und die Weisheit gebietet, uns in unſern erniedrigten Zuſtand zu ſchicken. Laßt uns alſo ohne Scheel⸗ ſehen dem Staate entſagen, wobey ſo manche zu bedauern ſind; laßt uns bey ſchlecht und rechter Lebensart die Zufriedenheit ſuchen, durch wel⸗ che jedermann gluͤcklich ſeyn kann. Die Armen leben vergnuͤgt ohne unſre Aufwartung, war⸗

um ſollten wir nicht leben koͤnnen, ohne die ihrige? Nein, meine Kinder laßt uns, von dieſem Au⸗

genblicke an, alle Anſpruͤche aufs Vornehmthun fahren laſſen; wir haben noch genug uͤbrig, um gluͤcklich zu ſeyn, wenn wir weiſe ſind, und wo

unſer Geld nicht hinreicht, da oll uns die Zu⸗

friedenheit aushelfen.

Meinen alteſten Sohn, der ſtudirt hatte,

beſchloß ich, in die Stadt zu ſchicken, woſelbſt

ihm ſein Wiſſen zu unſrer Unterſtuͤtzung und ſennen eignen zu ſtatten kommen koͤnnte.

Die