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Der Dorfprediger von Wakefield : eine Geschichte, die er selbst geschrieben haben soll
Entstehung
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g edere des edesg

Zweytes Kapitel.

Familien⸗Ungluͤck. Verluſt des Vermoͤgens dient nur, den Stolz des Rechtſchaffnen zu vermehren.

De Sorge fuͤr den Leib, in unſrer Haushal⸗ tung, waren hauptſaͤchlich das Geſchaͤft

meiner Frauen, die Sorge fuͤr den Geiſt aber

behielt ich mir voͤllig ſelbſt vor. Die Einkuͤnfte von meiner Pfarre, die ſich nicht voͤllig auf zweyhundert Thaler beliefen, ſchenkte ich an die hinterlaſſenen Witwen und Wayſen der Geiſt⸗ lichen in unſerm Sprengel; denn da ich von

meinem eignen Vermoͤgen hinlaͤnglich leben konn⸗

te, ſo machte ich mir nicht viel aus dem Zeit⸗ lichen, und fuͤhlte ein heimliches Vergnuͤgen, daß ich meine Pflicht, ohne Abſicht auf den Lohn erfuͤllte. Ich ſetzte es auch bey mir feſt, mir keinen Candidaten zu halten, und jedermann von meinen Pfarrkindern ſelbſt kennen zu ler⸗ nen, indem ich die verheyratheten Maͤnner zur Maͤßigkeit und die Junggeſellen zum Eheſtande

ermahnte; dergeſtalt, daß es in wenig Jahren

zum bekannten Sprichwort wurde, Wakefield A 5 aͤtt