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Leiden des jungen Werther's / von J. von Goethe
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42 Leiden des jungen Werther'’s.

Hand, und zerſchlägt ihr den Daumen. Da hatte ich das Lamentiren und die Cur zu bezahlen obendrein, und ſeit der Zeit laſſ' ich alles Gewehr ungeladen. Lieber Schatz,

Du wirſt mir zugeben, ſagte Albert, daß gewiſſe Hand⸗ lungen laſterhaft bleiben, ſie mögen geſchehen, aus wel⸗ chem Beweggrunde ſie wollen.

Ich zuckte die Achſeln, und gab's ihm zu. Doch, mein Lieber, fuhr ich fort, finden ſich auch hier einige Ausnah⸗ men. Es iſt wahr, der Diebſtahl iſt ein Laſter: aber der Menſch, der, um ſich und die Seinigen vom gegenwärtigen Hungertode zu erretten, auf Raub ausgeht, verdient der Mitleiden oder Strafe? Wer hebt den erſten Stein auf gegen den Ehemann, der im gerechten Zorne ſein untreues Weib und ihren nichtswürdigen Verführer aufopfert? gegen