Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
Entstehung
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Haͤltſt du laͤnger als das Seelenband uns beide? Verlaͤngerſt du der Liebe kurze Tage?

Flieh' ich, Lili, vor dir! Muß noch an deinem Bande Dufrch fremde Lande, Durch ferne Thaͤler und Waͤlder wallen! Ach, Lili's Herz konnte ſo bald nicht Von meinem Herzen fallen.

Wie ein Vogel, der den Faden bricht Und zum Walde kehrt, Er ſchleppt des Gefaͤngniſſes Schmach, Noch ein Stuͤckchen des Fadens nach; Er iſt der alte freigeborne Vogel nicht, Er hat ſchon jemand angehoͤrt.

Wonne der Wehmuth.

Trocknet nicht, trocknet nicht,

Thtaͤnen der ewigen Liebe!

Ach! nur dem halb getrockneten Auge Wie oͤde, wie todt die Welt ihm erſcheint! Trocknet nicht, trocknet nicht,

Thraͤnen ungluͤcklicher Liebe!

Wanderers Nachtlied.

Der du von dem Himmel biſt, Alles Leid und Schmerzen ſiilleſt, Den, der doppelt elend iſt, Doppelt mit Ergnickung fuͤlleſt, Ach! ich bin des Treibens muͤde!