Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
Entstehung
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— 51—

Man ſieht dir's an den Augen an, Gewiß du haſt geweint.

„Und hab' ich einſam auch geweint, So iſt's mein eigner Schmerz. Und Thraͤnen fließen gar ſo ſuͤß, Erleichtern mir das Herz.“

Die frohen Freunde laden dich, O! komm an unſre Bruſt! Und was dy auch verloren haſt, Vertraure den Verluſt.

„Ihr laͤrmt und rauſcht, und ahnet nicht, Was mich den Armen quaͤlt. Ach nein! Verloren hab' ich's nicht, So ſehr es mir auch fehlt.“

So raffe denn dich eilig auf, Du biſt ein junges Blut. In deinen Jahren hat man Kraft, Und zum Erwerben Muth.

„Ach nein! erwerben kann ich's nicht, Es ſteht mir gar zu fern. Es weilt ſo hoch, es blinkt ſo ſchoͤn, Wie droben jener Stern.“

Die Sterne, die begehrt man nicht, Man freut ſich ihrer Pracht, Und mit Entzuͤcken blickt man auf In jeder heitern Nacht.

„Und mit Entzuͤcken blick' ich auf⸗ So manchen lieben Tag, 5*