Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
Entstehung
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Schaͤfers Klagelied.

Da droben auf jenem Berge Da ſteh' ich tauſend Mahl, An meinem Stabe gebogen, Und ſchaue hinab in das Thal.

Dann folg' ich der weidenden Heerde, Mein Huͤndchen bewahret mir ſie.

Ich bin herunter gekommen

Und weiß doch ſelber nicht wie.

Da ſtehet von ſchoͤnen Blumen

Die ganze Wieſe ſo voll.

Ich breche ſie, ohne zu wiſſen,

Wem ich ſie geben ſoll.

Und Regen, Sturm und Gewitter Verpaſſ' ich unter dem Baum. Die Thuͤre dort bleibet verſchloſſen; Doch alles iſt leider ein Traum.

Es ſtehet ein Regenbogen Wohl uͤber jenem Haus!

Sie aber iſt weggezogen,

Und weit in das Land hinaus.

Hinaus in das Land und weiter, Vielleicht gar uͤber die See. Voruͤber, ihr Schafe, voruͤber, Dem Schaͤfer iſt gar ſo weh.

Troſt in Thränen.

Wie kommt's, daß du ſo traurig biſt, Da alles froh erſcheint?