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Alles reizt uns, mancherlei gefaͤllt,
Mancherlei verdrießt uns, und von Stund' zu Stunden Schwankt das leicht unruhige Gefuͤhl,
Wir empfinden, und was wir empfunden,
Spuͤlt hinweg das bunte Weltgewuͤhl.
Wohl, ich weiß es, da durchſchleicht uns innen Manche Hoffnung, mancher Schmerz. Lottchen, wer kennt unſre Sinnen? Lottchen, wer kennt unſer Herz? Ach! es moͤchte gern gekannt ſeyn, uͤberfließen In das Mitempfinden einer Creatur, 1 Und vertrauend zwiefach neu genießen Alles Leid und Freude der Natur.
Und da ſucht das Aug' ſo oft vergebens Rings umher, und findet alles zu;
So vertaumelt ſich der ſchoͤnſte Theil des Lebens Ohne Sturm und ohne Ruh';
Und zu deinem ew'gen Unbehagen
Stoͤßt dich heute, was dich geſtern zog. Kannſt du zu der Welt nur Neigung tragen, Die ſo oft dich trog,
Und bei deinem Weh, bei deinem Gluͤcke, Blieb in eigenwill'ger, ſtarrer Ruh'?
Sieh, da tritt der Geiſt in ſich zuruͤcke,
Und das Herz— es ſchließt ſich zu.
So fand ich dich, und ging dir frei entgegen. O ſie iſt werth zu ſeyn geliebt! Rief ich, erftehte dir des Himmels reinſten Segen, Den er dir nun in deiner Freundin gibt.


