Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
Entstehung
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23

Ich denke dein, wenn ſich des Mondes Flimmer In Quellen mahlt.

Ich ſehe dich, wenn auf dem fernen Wege Der Staub ſich hebt; In tiefer Nacht, wenn auf dem ſchmalen Stege Der Wandrer bebt.

Ich hoͤre dich, wenn dort mit dumpfem Rauſchen Die Welle ſteigt.

Im ſtillen Haine geh' ich oft zu lauſchen, Wenn alles ſchweigt.

Ich bin bei dir, du ſeyſt auch noch ſo ferne Du biſt mir nah!

Die Sonne ſinkt, bald leuchten mir die Sterne. O waͤrſt du da!

An die Entfernte.

So hab' ich wirklich dich verloren?

Biſt du, o Schoͤne, mir entflohn? Noch klingt in den gewohnten Ohren Ein jedes Wort, ein jeder Ton.

So wie des Wand'rers Blick am Morgen Vergebens in die Luͤfte dringt,

Wenn in dem blauen Raum verborgen, Hoch uͤber ihm die Lerche ſingt:

So dringet aͤngſtlich hin und wieder Durch Feld und Buſch und Wald mein Blick: Dich rufen alle meine Lieder;

O komm,, Geliebte, mir zuruͤck!