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Die Spiegelfluth erglänzt zu meinen Fuͤßen, Zu neuen ufern lockt ein neuer Tag.
Ein Feuerwagen ſchwebt, auf leichten Schwingen, An mich heran! Ich fuͤhle mich bereit
Auf neuer Bahn den Aether zu durchdringen,
Zu neuen Sphaͤren reiner Thätigkeit.
Dieß hohe Leben, dieſe Goͤtterwonne!
Du, erſt noch Wurm, und die verdienteſt du? Ja, kehre nur der holden Erdenſonne
Entſchloſſen deinen Rücken zu!
Vermeſſe dich die Pforten aufzureißen,
Vor denen jeder gern vorüber ſchleicht.
Hier iſt es Zeit durch Thaten zu beweiſen,
Daß Manneswuüͤrde nicht der Göͤtterhoͤhe weicht, Vor jener dunkeln Höhle nicht zu beben,
In der ſich Phantaſie zu eigner Qual verdammt, Nach jenem Durchgang hinzuſtreben,
Um deſſen engen Mund die ganze Höͤlle flammt; Zu dieſem Schritt ſich heiter zu entſchließen
und, waͤr' es mit Gefahr, ins Nichts dahin zu kließen.
Nun komm herab, kryſtallne reine Schale! Hervor aus deinem alten Futterale,
An die ich viele Jahre nicht gedacht.
Du glänzteſt bei der Väͤter Freudenfeſte, Erheiterteſt die ernſten Gaͤſte,
Wenn einer dich dem andern zugebracht. Der vielen Bilder künſtlich reiche Pracht, Des Trinkers Pflicht, ſie reimweiſ' zu erklären, Auf Einen Zug die Höhlung auszuleeren, Erinnert mich an manche Jugendnacht;
Ich werde jetzt dich keinem Nachbar reichen, Ich werde meinen Witz an deiner Kunſt nich Hier iſt ein Saft, der eilig trunken macht


